Angeln ohne Wasser

Casting-Verbandsmeisterschaften
Es sieht so spielerisch leicht aus, wenn die vorwiegend jungen Casting-Sportler wie bei den gemeinsamen offenen Verbandsmeisterschaften vom Badischen Sportfischerverband (BSFV) und vom Verband für Fischerei und Gewässerschutz (VFG) in Baden Württemberg die Angel auswerfen.
Beim Casting geht es um die Technik, die Angel möglich zielgenau oder weit auszuwerfen, dabei wird die Wurftechnik hervorragend geschult – deshalb erfordert dieser Sport Konzentration, Ausdauer und Körperbeherrschung.
Es gibt mehrere Disziplinen, die beim Casting – übrigens ein Sport mit immerhin 108-jähriger Vergangenheit – ausgetragen werden. In Drei- bis Neunkämpfen wird versucht, die unterschiedlichen Gewichte von der leichten Fliege bis zum recht schweren Bleigewicht mit verschiedensten Ruten entweder möglichst weit auszuwerfen oder im Mittelpunkt von Zielscheiben am Boden zu platzieren.
Und wenn sich die Zaungäste dann etwas mehr Zeit nehmen und die unterschiedlichsten Techniken beobachten, mit denen die Sportler diese Kunststücke mal über Kopf, mal im Seitwärtsschwung ausführen, dann zieht sie der Sport schnell in den Bann.
„Über zu wenig Zuschauer können wir uns hier direkt neben dem Fischerfestzelt wirklich nicht beklagen“, freut sich Mario

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lassen alte Erfolgszeiten des ASV Rohrhof im Casting-Sport aufleben: junge Mitglieder des Angelsportvereins wie Sven Vorndamme (Foto), der sich in seiner Altersklasse den Dreikampf-Titel „fischte“. Bild: Schwerdt.

Raddatz, beim VFG zuständig für Casting und Jugendarbeit, „es ist eine gelungene Kombination, die wir so auch in Zukunft bieten wollen.“ Der Wettkampf am 2. und 3. Juli stellte immerhin eine wichtige Station für die Qualifikation zu den deutschen Meisterschaften dar. Entsprechend bunt fiel das 30-köpfige Teilnehmerfeld aus. Die zumeist jugendlichen Sportler repräsentierten die Farben von zahlreichen Vereinen aus ganz Baden-Württemberg. „Hier wird ein attraktiver Sport auf ansprechendem Niveau gezeigt“, lobte da auch Egon Stübinger, Vizepräsident des Verbandes Deutscher Sportfischer, der eigens nach Rohrdorf gekommen war, um sich ein Bild von der Leistungskraft der Sportler aus dem Südwesten der Bundesrepublik zu machen.

Am Ende siegte im Dreikampf in der Klasse I (Geburtsjahr 1995 und jünger) Annemarie Oszvald vom KSFV Biberach; in der Klasse 3 (1991 bis 1994) Patrick Kühn vom ASV Illingen; in der Klasse 4 (1987 bis 1990) Sven Vorndamme vom ASV Rohrhof und in der Klasse 5 (älter als 1986)Karl Heinz Kühn vom ASV Illingen.

Beim Fünfkampf siegte in Klasse 6 (1987 bis 1990) Jennifer Herrmann vom ASV Offenburg und in Klasse 7 (1989 bis 1990) Matthias Kühn vom ASV Illingen. Im Siebenkampf gewann in Klasse 8 (1987 bis 1988) Kevin Bender vom ASV St. Leon und in Klasse 10 (1986 und älter) Klaus Boppel vom AG Heidelberg.

In der Mannschaftswertung holte bei den Jugendmannschaften der AK Iffezheim den Pokal, die Gastgeber aus Rohrhof landeten mit Sven Vorndamme, Marc Vorndamme und Jan Walter auf Platz drei. Bei den Erwachsenenteams und den gemischten Mannschaften aus Jugendlichen und Erwachsenen siegte ein Gemeinschaftsteam des DSFV.

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